19. Fahrtag

Donnerstag, 26.12.2019

Bis gegen 12 Uhr mittags hatte ich ein tolles Tempo und schon 50 Kilometer geschafft. Dieser Wert ist seit vielen Jahren für mich ein Indikator, dass es gut läuft, hatte auch keine Panne. Doch das sollte sich ändern. Zunächst durchfuhr ich eine grüne Landschaft, Wasser rechts und links der Straße – Reisfelder in tieferer Lage, es wurde trockener, Sanddünen säumten die Straße. Hinzu kam nun auch noch Seitenwind, der böig mir den Sand ins Gesicht blies. Irgendwann hatte ich dann nur noch Gegenwind. Die Beine fingen an zu schmerzen, wie soll das enden, fragte ich mich.
Es fehlten nur noch ca. 15 Kilometer zu meinem gesetzten Ziel, einen Ort mit Unterkunft oder zumindest einem Restaurant, denn mein Wasser ging auch langsam zu Ende. Da sah ich Straßenarbeiter auf der Gegenfahrbahn. Spontan hielt ich an und fragte – da ein Fahrzeug vorhanden – ob man mich bis zur nächsten Ortschaft fahren könne. Wir verhandelten über den Preis – der war mir in dieser Situation allerdings fast egal. Mit ca. 30 $ war die Sache ausgemacht und ich wurde im Zentrum von Paiján abgesetzt.
Hätte ich genügen Wasser gehabt, dann hätte ich in einem einsamen Haus direkt an der Straße campieren können – 3 Liter Wasser mehr hätten ausgereicht.

Reisfelder
Paiján – plaza de armas

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