24. Fahrtag

Dienstag, 31.12.2019
Morgens fand ich mein Rad mit einem Platten vor – sehr erfreulich – so kam ich doch etwas später weg, obwohl ich sehr früh schon auf der Straße Kaffee und Käsebrötchen erhielt.
(Nach der Reise eingefügt: das war der letzte platte Reifen – im laufenden Jahr und auf dem weiteren Teil meiner Reise)
Irgendwie fing der Tag ja schon schlecht an, die Nacht zuvor war ja auch nicht besser. In „Gramita“, ein kleines Restaurant, natürlich hielt ich an. Ein Herr bat mich gleich an einen Tisch im hinteren Teil des Restaurants. Er sammelt seit Jahren in Form von Gästebüchern Einträge von Fahrrad- und Motorradtouristen und -innen. Auch ich durfte mich verewigen, wollte bezahlen, er wollte kein Geld!  
Bei Kilometer 333 (bis Lima) schoss ich noch ein Foto und erholte mich kurz danach, das Fahrrad an einer Felswand angelehnt. Mein Blick war wohl nicht so begeisternd, denn plötzlich – ich schaute in Richtung eines LKW´s, hielt dieser an und der Fahrer stieg aus. Der Fahrer hatte mich auf seinem Hinweg schon einmal gesehen. Er würde nach Lima fahren und mich mitnehmen – ich hörte mich nicht nein sagen! Fahrrad auf Fässern eines Chemietransporters, festgebunden. Mein Gepäck auf dem Liegeteil des Fahrers.
So fuhren wir die Panamerikana entlang, bald durch den Ort, den ich eigentlich an diesem Tag erreichen wollte. Nach einer Autowäsche auf dem Weg fuhr mich der nette Fahrer – es war sehr unterhaltsam – bis nordöstlich zu einem Hotel, welches er kannte. Bergauf und wieder bergab, entlang von Spargelfeldern und Erdbeerplantagen, schließlich erreichten wir die gefährliche Uferstraße. Hier  – es war schon dunkel und vielleicht besser für mich – stürzte letztes Jahr ein Bus ab mit vielen Toten.
Fahrrad und Gepäck vor dem Hotel abgeladen und ich zog in Lima ein. Nachtessen? Drei Büchsen Bier aus dem Zimmerkühlschrank mussten ausreichen. Das „Neue Jahr“ in Peru habe ich verschlafen. Den Jahreswechsel in Deutschland, da saß ich noch bequem im LKW.

Eintrag ins Gästebuch – durfte mein Essen und Getränk nicht bezahlen.
333 Kilometer vor Lima – Panamerika Nord
Häuschen mit Garten – ohne Wasser eben Kakteen
Mit gewaschenem Wagen zogen wir in Lima ein.
Der nette Fahrer, sehr unterhaltsam, war seit 5 Uhr morgens auf der Straße – gegen 21 Uhr kamen wir beim Hostal an. Eigentlich wollte er mich so gegen 23 Uhr abholen um das Neue Jahr zu feiert. Er hatte verschlafen – er fuhr von morgens 5 Uhr bis 21 Uhr LKW – ich allerdings auch.
Ankunft in Lima – Hotel bei Santa Maria de Huachina



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