38. Fahrtag

Sonntag, 19.01.2020

Die ersten 20 Kilometer führte mich der Weg im Tal leicht aufwärts. Vor der zu sehenden Steigung hielt ich an und half einem Motorradfahrer seinen Benzinkanister zu halten. Natürlich fragte ich ihn, wie weit die Steigung denn sein wird, er meinte 17 Kilometer. Er hatte recht, exakt 17 Kilometer stieg die Strecke an, meist in meinem kleinsten Gang gefahren. Noch eine letzte Kurve – nach Stunden – und ich sah ein Restaurant, überlegte und entschied hier zu nächtigen.
Neben dem Gebäude konnte ich mein Zelt aufschlagen. Sand, Steine und leichter Wind aus dem Norden, Berge aus Sand und Steinen und eine Straße – die Panamerika – ja, ich war schon mitten in der Atacamawüste – der eigentlich trockensten Wüste der Welt. Doch abends regnete es verhalten, morgens war nur unter meinem Zelt der Sand noch trocken. Noch abends fragte ich nach dem morgentlichen Toilettenbesuch nach, ja, es gab eine Toilette, allerdings ohne Wasser, waschen konnte ich mich mit meinem gekauften Wasser. Es gab zu Essen und zu Trinken, was will man mehr.
Da es, nach Nachfrage, dort über eine Telefonverbindung Internet gab konnte ich mit Deutschland kommunizieren. Strom lieferte abends ein Generator – Erinnerungen an Somalia wurden wach.

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