43. Fahrtag

Freitag, 24.01.2019
Nach bestem Frühstück brach ich auf in der Annahme einer weiteren Übernachtung bevor ich Antofagasta erreichen werde. Aber wie so oft meinen Touren weiß ich nie wie und wo der Abend enden würde. So auch an diesem Tage.
Nach ca. 75 Kilometern erreicht ich einen kleinen Hafen mit Restaurant – Hornitos – wurde dort von einem LKW—Fahrer angesprochen und ich fragte ihn nach einem Hostal, er gab meine Frage an eine Dame unweit lautstark weiter und diese antwortete mit einem Fingerzeig über die Straße. 
Wir kamen ins Gespräch, beide hatten das Ziel „Antofagsta“, er jetzt, ich am nächsten Tag. Doch auf seine Frage hin, ob ich nicht ein Stück mitfahren wolle hörte ich von mir wieder mal kein „Nein“! So packten wir das Fahrrad zwischen Zugmaschine und Hänger, Gepäck ins Führerhaus. Mit flottem Tempo ging die Fahrt weiter bis zu der Kreuzung A1 / Ruta 5. Da ließ er mich wieder aussteigen, es sei noch ca. 6 Kilometer bis in die Stadt. Ich rüstete mein Rad mit dem Gepäck alles auf und fuhr weiter, doch schon das nächste Schild gab mir Gewissheit, aus den 6 Kilometern wurden 30 und es war schon 17:30 Uhr. So fuhr ich noch 10 Kilometer an dem Militärflughafen vorbei bis zu Ein – Ausfahrt des Stadtflughafens. Dort stellte ich mich leicht seitwärts hin und wartete auf ein Taxi? Doch ein stehendes Fahrzeug 4×4 mit einem älteren Herren fuhr rückwärts in meine Richtung. Ich verstand die ungewöhnliche Kommunikation und fragte den Mann auf meiner Höhe, ob er wohl mich mit in die Innenstadt mitnehmen könne. Freundlich bejahend luden wir mal wieder auf und fuhren die noch 20 Kilometer gen Innenstadt; vorbei in einiger Entfernung an dem hier berühmten Felsentor „Portada“, er erzählte mir von den Veränderungen in Antofagasta, das wir ja auch vor 29 Jahren schon einmal besucht hatten. Der nette Herr fuhr mich bis vor ein Hotel, in dem ich nun (mind.) zwei Tage verbringen werde.

Delphine
Aus der Ferne – 30 Kilometer! — Antofagasta
Hotel, in dem ich gerade sitze.

Abend hörte ich laute Musik und Rufe, Geschrei, es wurde demonstriert, Die Straßen zu dem „plaza de armas“ waren gesperrt und von Polizei bewacht.
Überall haben sich die Geschäfte mit Holz oder Eisenfassaden geschützt, oft nur findet man eine Türe, man muss es schon wissen.
Heute, 25.01., als wäre nichts gewesen.
Ich konnte mich frei bewegen, Geld abheben, SIM-Karte für Chile erstehen, Unterhosen kaufen, zwei waren durchgescheuert.
Und nach mehrmaligem Versuch gelang es auch den Block zu vervollständigen.
Bilder von Antofagasta folgen später.
Da bleibt die Hoffnung auf stabiles Netz für den Block.
SALUDOS!

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