Arica – Ruhetag


Donnerstag, 16.01.2020
Ich verbrachte einige Zeit in  der Stadt, wechselte das restliche peruanische Geld um. Nun sitze ich mal wieder am Blog. Heute Abend gibt es nochmals einen Stadtbummel und …

35. Fahrtag

Mittwoch, 15.01.2020

Nach einem wunderbaren Frühstück konnte ich noch vor 8 Uhr meine Weiterreise beginnen. Rückenwind und leichtes Gefälle trugen mich geradezu nach Chile. Nach ca. 35 Kilometern hatte ich die Grenze erreicht. Erste Orientierungen über den bürokratischen Ablauf erhielt ich von einem jungen Mann auf Fahrrad, wieder mal ein Argentinier, der schon einige Monate unterwegs war. Ca. zwei Stunden verbrachte ich an der Grenze und zusammen fuhren wir gemütlich Arica entgegen, so erreichte ich Arica nach 29 Jahren wieder einmal. Zusammen verbrachten wir einen angenehmen Abend in der Stadt.
Das erste für mich wichtige Ereignis waren die Überholmanöver der
LKW´s, sie blinkten und überholten und drängten mich nicht mit Gehupe von der Straße! Natürlich auch die anderen Verkehrsteilnehmer verhielten sich angenehmer!

Kirche in Tacna
Arica

34. Fahrtag

Dienstag, 14.01.2020
Sehr früh aufgestanden, kurz nach 5 Uhr morgens ist es hier nun hell,
hieß es zunächst einige Höhen zu erklimmen, später verlief die Straße flach – Uferstraße. Ich erreichte nach 7 Stunden Tacna, hatte allerdings bei der Einfahrt mehrfach mit den Hunden am Straßenrand zu kämpfen, bis zu vier solcher Haushunde folgten mir auf die Straße, wo ich mit schnellem Schlendern sie abwimmeln konnte. Ich habe stets die Hoffnung, dass ein nachfolgendes Fahrzeug mal einen erwischt. Die Besitzer sollten hier feinfühliger werden. Aber ich kann hier die Welt nicht retten. Nach einem langem aber leichten Anstieg erreichte ich das Zentrum und fand ein Hotel. Ich konnte den Herren in der Rezeption davon überzeugen mein Fahrrad mit in mein Zimmer nehmen zu können, er hatte sonst keinen Stellplatz dafür. Dies war mein letzter Tag / Nacht in Peru.

Zeltplatz
Ende eines Wendemanövers



33. Fahrtag

33. Fahrtag
Montag, 13.02.2020 

Von Ilo bis zu einem kleinen Hafen Puerto Grau gefahren.
Zunächst fragte ich an einem Ort zuvor nach einer Übernachtungsmöglichkeit und ein Restaurant, dieser Ort war allerdings nur an Wochenenden geöffnet. Ein paar Leute hatte ich noch angetroffen. In Puerto Grau bereitete ich mich auf eine Übernachtung am Strand vor, das hieß zuvor Essen und Trinken und anschließend sich nach einem geeigneten Platz umschauen. Hierbei traf ich einen Rucksackreisenden – Argentinier – der hier schon einige Tage verweilte. Vor einem ihm bekannten Haus konnten wir unsere Zelte aufschlagen.

Hier floss tatsächlich etwas Wasser
Tausende Schafe und Ziegen
Wächter
Puerto Grau

32. Fahrtag – liegend

Sonntag, 12.01.2020
Übernachtet hatten wir in einem einfachen Hostal. Duschen – es gab kein Wasser, auch nicht für die Toilettenspülung. Trotz alledem, wir saßen am Abend zusammen und tranken noch ein Bier, wir, Omar, Nubia und ich. Es war ja auch schon – für mich – später geworden. Warmes Zimmer, ich ruhte trotzdem gut.
Um 9 Uhr fuhren wir weiter. Omar und Nubia hatten noch die gleiche Strecke vor sich bis Ilo, dann trennten sich unser Wege. Vielleicht sieht man sich nochmals auf der Strecke wieder, es ist möglich, denn die beiden machen eine Abstecher über Bolivien zum Titicacasee und kehren in der Höhe von La Serena nach Chile zurück.
In Ilo suchte ich mir – am Plaza de armas – ein Hostal – mit Netzverbindung.
Ich setzte den gestrigen Text in Facebook ein, folgende Nachricht erreichte mich etwas später:

Omar Moreno Respect Un privilegio y un gusto haber compartido contigo una parte de nuestra ruta por sur américa, no es la primera vez que nos veamos ni la última el continente es muy pequeño y pronto estaremos siguiéndote de nuevo, eres una gran inspiración y un excelente ser humano! Esto es lo grande de la carretera!!
Nos vemos pronto amigo te recordamos con mucho cariño!
Bless & Respect

Begegnungen, können ja existenzialistisch sein – ich übertreibe ein bisschen! Aber beeindruckend waren sie!

31. Fahrtag

Samstag, 11.01.2020
-kurzer Fahrtag – längere Autofahrt

Diese Geschichte schrieb das Leben auf einer Fahrradtour: Wie schon in meinem Blog erwähnt hielt ein dunkles Auto / VAN schon zweimal an. Bei dem ersten Treffen gab es Coca-Cola für mich, bei dem zweiten Kekse. Nun, ich fuhr nach Nasca ca 37 Kilometer und war nicht gerade erfreut, dass mir Wind und Sand ins Gesicht wehte. Es hätte noch schlimmer kommen können, aber es, das kolumbianische Auto war auf einmal wieder da. Ich erwähnte im Gespräch, dass ich bei diesen Bedingungen gerne mir eine Mitfahrgelegenheit wünschte, dachte aber nicht, dass sie mein Fahrrad und Gepäck in ihr ohnehin schon gefülltes Auto brachten. So kam es aber, zum Glück doch. Alles war verstaut und ich auf einer Decke obendrauf liegend. So fuhren wir gestern bis nach Ocoña und heute bis Ilo. Zum Glück!
Die Strecke war, vor allem gestern, stark befahren und kaum einen nennenswerten Seitenstreifen, hin und wieder keiner, halbhohe Absicherung und bergab bis ins Meer. Das gestrige Stück hätte ich nicht fahren dürfen.
Da sie heute ein Stück im meiner Richtung weiterfuhren, erlebte ich auch den heutigen Tag liegend. ICH BIN IHNEN SEHR DANKBAR UND ZEIGTE DIES AUCH. Liebe Nubia, lieber Omar muchas gracias para totos y una muy buen Viage hasta luego!

Motorradfahrer aus Mexico – auf dem Weg nach Ushuaia
Nubia und Omar aus Kolumbien
„der Biertrinkende muss ja nicht mehr fahren“

Nasca / Nazca

Freitag, 10.01.2020

Mal richtig ausgeschlafen, gegen 8 Uhr gefrühstückt, Kaffee mit Hühnerbrötchen – Marmelade wäre mir lieber gewesen:
Such nach einer Bank, Geld kaufen und schließlich Beuch des Museums:
https://es.wikipedia.org/wiki/Museo_Arqueológico_Antonini

Nun sitze ich einige Zeit schon und bearbeite „schuettekeller.de“ und diesen Blog.
Morgen werde ich weiterfahren, die Strecke wird lang und wüst – also Wüste sein – viel Wasser mitnehmen!

Deformierungen
Grabstelle
Ausgrabungstätte
Garten des Museums

30. Fahrtag

Do – 09.01.2020 – 30. Fahrtag
Heute könnte ich mir Zeit lassen, sind bis Nasca ja nur 55 Kilometer. Dies tat ich dann auch, besuchte zwei „Miradores“ – Aussichtstürme – für die „Nazca-Linien“, die es auch nach Palpa schon gibt. Unterwegs traf ich noch einen Deutschen, er hatte bei einem Besuch eines Turmes meinen Namen in der Gästeliste erkannt und nachgefragt: „Fahrradfahrer“, so sah er mich später auf der Strecke und wir quatschten – war die erste deutsche Stimme auf meiner Tour, von dem Belgier, den ich in einem Restaurant traf mal abgesehen. Unterwegs kam ich auch an dem Museum vorbei der „Maria Reiche“, die dort über 50 Jahre geforscht hatte. Natürlich besucht ich das Museum, dort lebt die Dame in einem Raum, hatte noch einen Pool, die anderen Gebäude wurden später errichtet.
(https://de.wikipedia.org/wiki/Nazca-Linien)

Auf dem zweiten Turm unterhielt ich mich noch mit einem Franzosen. So trödelte ich ein bisschen, der Wind drehte und die letzten 25 Kilometer wurden anstrengend. Ich erreichte Nasca – und suchte wieder in der Nähe des „plaza de armas“ eine Unterkunft.

Heute – 10.02. – einen Tag Pause mit weiterem Museumsbesuch:
https://es.wikipedia.org/wiki/Museo_Arqueológico_Antonini

Dr. Maria Reiche – Wohnung
… ins Alter gekommen
… wenn nur der Gegenwind hinter mir gewesen wäre

29. Fahrtag

Mittwoch, 08.01.2020

Pisco – Rio Grande, liegt vor dem bekannteren Palpa. Nach Palpa sind auch Linien zu finden. Dazu später mehr. Nach Ica waren die Straßenseiten schlechter geworden, viele Schlaglöcher oder auf Straßenschotter. Da ja viel Verkehr vorhanden, konnte ich nur selten den glatten Straßenbelag nutzen. An diesem Tage kam ich an einem schrecklichen Unfall vorbei, der sich in der Nacht zuvor ereignete: Ein älter LKW schlitzte einen Van auf der Fahrerseite total auf. Ich hörte später von zwei Toten.
Eigentlich wundert es mich ja nicht, die sonst so freundlichen Leute kaum im Auto rasen, überholen bei durchgezogener Mittellinie, auch an unübersichtlichen Stellen. Ständig fahre ich an Gedenkstätten für die Toten vorbei. Nur – Mahnmale sind sie nicht.
Mit über 95 Kilometern war dies die längste Strecke bislang. „Strava“, die Handy-App, gibt mir über 3500 Kcal an, dazu kommen noch die Kalorien pro Tag, so komme ich weit über 5000 Kcal, die kann ich nicht essen und trinken. Hatte ja schon nach drei Wochen schon 10 Kilogramm verloren – ich muss aufpassen.


Ankunft in Rio Grande:

„Man muss sich diese Situation mal vorstellen: Ich erreiche einen Ort, dachte, es sei Palpa, es ist 4 km vor Palpa, den Ort, den ich eigentlich erreichen wollte. Ich fragte nach einem Hostal, voll belegt. Ein paar Meter zuvor ein Haus ohne Kennzeichnung, es soll ein Hotel sein. Ich sprach eine Frau an, dazu kam ein junger Mann, der als Maler dort arbeitete. Er fragte nach, ob ich hier übernachten könne, zunächst ein nein. Ich bot an irgendwo auf meiner Matte zu nächtigen. Plötzlich war ein Zimmer frei. Natürlich lud ich den „Juan“ zum Bier und Essen ein. Ich bekam ein Zimmer, in dem sonst ein Arzt wohnt. Auch die anderen Räume sind an Ärzte vermietet. Nach Bier gab es noch ein Essen abends gegen 20 Uhr. So endete wieder mal ein zunächst ungewisser Ausgang eines Fahrradtages, war ja anstrengend, äußerst harmonisch, fast unglaublich. Nur das Handtuch des Arztes soll ich nicht verwenden. Habe ja ein eigenes. Und was bezahlte ich für Raum und Essen für zwei Personen – 50 Soles, das sind ca. 15 Euro. So etwas erlebt man nur einmal und nur hier!“

Hatte einige Gesteinsbrocken in der Hand – Kreide – oder „Magnesia – Turner kenne das“
Was sich darin verbirgt?
Die Berge im Hintergrund sollen nach Nachfrage über 3000 Meter hoch sein.

28. Fahrtag

Dienstag, 07.01.2020
Gefahren von Pisco bis Ica, auf der Strecke leichte Steigungen, hatte auch mal Rückenwind, doch die Temperatur stieg an. Habe in Pisco allerdings keinen Pisco getrunken, dafür auf der Strecke endlich die Reben gesehen, die man nun mal auch für Pisco braucht.

Nun dann doch Weintrauben
Volkstanzgruppe auf Plaza de armas