Tour 2 – Tag 11

07.02.2018 – Mulchen
Heute trennten sich wieder unsere Wege, James wollte ja in eine andere Richtung fahren, ich musste ja erst irgendwie zu einer Werkstatt kommen. So fragte ich beim Frühstück den Besitzer, ob er für mich einen Transport organisieren könne, er machte dies selbst, bzw. seine Frau fuhr mich die 30 Kilometer bis Angol.
Tollte Leute, sehr hilfsbereit.
Dort wartete ich zunächst vor einer „bicicletteria“ – vergeblich, der gegenüber praktizierende Tierarzt wusste, dass dieser an diesem Tage nicht arbeitet. Doch 2 Blocks weiter gab es ein weiteres Geschäft.
Sie konnte die Reparatur so durchführen, dass ich mit den ersten neun Gängen nun fahren kann. (Nicht schneller als 20 km/h auf ebener Strecke) Immerhin, vielen Dank diesen Leuten, die zunächst erst es gar nicht versuchen wollten.

Tour 2 – Tag 10

06.02.2018-Los Sauces
Zunächst begann alles wie sonst, ich fuhr los (wir) und merkte nach einiger Zeit, dass das Wechseln der Gänge schwerer wurde. Ich schob das zunächst auf meine feuchten Hände, es war heiß. Irgendwann sah ich Drähte aus dem Schaltgriff ragen. Wir öffneten die Abdeckung, Kabel waren angerissen. Auch die Kappe an der Getriebeschaltung nahmen wir ab, auch hier zerfranste Kabel. Ein modernes und teures Rad, nach ca. 7000 gefahrenen Kilometern 2016 + 18. Noch nie benötigte ich die Hilfe von Mechanikern auf meinen Touren. Nun war ich mit meinem Latein am Ende! In Los Sauces suchten wir eine Kfz-Werkstatt auf, sie konnte den Schaden auch nicht richten, immerhin hatte James ein  Ersatzkabel dabei. Wir übernachteten in eine Hosteria, wunderbar, gutes Essen und nun erst recht ein paar Bier mehr.
Mit dem Rad konnte ich nun nur noch mit dem 1 Gang (von 18) fahren, also unmöglich weiterzufahren.
Werkstattbesuch – für Fahrräder – war unbedingt notwendig!

Tour 2 – Tag 9

05.02.2018 – Galvarino

Morgens sind wir erst spät aus dem Hotel gekommen und zuerst zu einem Fahrradgeschäft gefahren. Schläuche und Reparatursets kaufte ich, nach den Problemen vom Vortage.
Der Weg zum Teil sehr steil ansteigend sind wir die S 10 bis Galvarino gefahren. Unser Zeltplatz, das Ufer eines Flusses.
James, mein Begleiter, stammt ursprünglich aus Argentinien, wohnt aber seit vielen Jahren in Australien und besucht seine Bekannten und Freunde. Nachts bekamen wir noch Besuch von drei wilden Fahrradfahrern – „downhill“ Begeisterte, nette Kerle, die zunächst über meine Zeltschnur kurvten.

 

Tour 2 – Tag 8

04.02.2018 – Temuca
Tag der Reparaturen.
So schön wie der Tag in dem Hostel begann verlief er im weiteren Verlauf nicht. Nach kaum zwei Stunden die erste Panne mit mehreren Versuchen einen Schlauch abzudichten, doch den Kleber, den ich gekauft hatte war wohl nicht der richtige. So hielt die Luft nicht und nach weiterer Strecke Wechsel des Schlauches – der hatte aber ein Autoventil, im Durchmesser dicker als die vorgesehene Öffnung meiner Felge, als Loch vergrößern mit einem Schraubenzieher.
Morgen Ersatzteile in Temuco kaufen.
Dort sind wir – den schon einmal gesehenen Radfahrer – und ich auch tatsächlich dann angekommen.
Bilder gab´s keine – keine Zeit.

Tour 2 – Tag 7

03.02.18 – an der Ruta 5

Nach der schlaflosen Nacht fuhr ich zurück nach José  de Manquine, auf die Ruta 5 in Richtung Temuco. Schöne Strecke, machte Halt auf einem Platz namens „Hosteria Anika“, konnte dort mein Zelt aufbauen, Essen gab es auch und preiswert. Ein Paradies nach dem gestrigen Abend.

Tour 2 – 6. Tag

02.02.2018 – Mehuin

Fahrt an den offenen Pazifik. Einen Teil der Strecke am Meer entlang, aber sehr bergig und zum Teil sehr steil. Zurück auf einen Zeltplatz in Menhuin, vor dem mich zuvor schon ein Fahrradfahrer gewarnt hatte. Nicht nur der Preis ist hoch, es fallen auch bei jedem Toilettengang Gebühren an – einmalig in meiner Zeltplatzerfahrung. Die Nacht war zudem unglaublich laut. Einen Platz, den man meiden sollte!
Letztlich war ich froh, diesen Platz wieder zu verlassen, nicht die Gegend.

Tour 2 – 5. Tag

01.02.2018 – vor San José de Manquina
Vom Camping vor Valdivia bis Valdivia gefahren, durch die Stadt, Hafen und in Richtung Niebla. Straße viel befahren und etwas eng, so kehrte ich um und fuhr bis kurz vor San José de Manquina. Bislang war dieser Tag der heißeste und ich übernachtete in einer Hospedaje.

 

Tour 2 – 4. Tag

31.01.2018 – Auf dem Weg nach Valdivia

Weiter ging es auf der „panamericana“ bis zum Abzweig Vadivia.
Mit leichtem Rückenwind kam ich gut voran, auch über einen kleinen Pass. Ja, es wir nun wieder bergiger entlang der Küste zum Pazifik.

Schön, ein kurzer Abschnitt eines Fahrradweges, endete allerdings an einer Mauer.
Mein Arbeitsplatz heute, wer weiß wann mir wieder die Gelegenheit geboten wird.

Tour 2 – 3. Tag – Osorno

30.01.2018 – Osorno

In der vergangenen Nacht hat es kräftig geregnet und so packte ich das noch feuchte Zelt ein, in der Hoffnung abends Wind zu haben. So war es dann auch.
Der Zeltplatz liegt direkt an der Ruta 5 – der Panamericana, ich fuhr auf sie, auf die Autobahn bis zum Platz. Wir sind da ja früher schon öfters vorbeigefahren. Da die Strecke recht kurz war besuchte ich noch das Zentrum, waren dann doch noch 15 Kilometer hin und zurück.

 

 

Tour 2 – 2. Tag – Puerto Octay

29.01.2018
Nach Ensenada wurde es etwas bergig, steil abfallende Küste zum Lago. Die Nähe zum Wasser spürte ich aber auch durch die Anwesenheit der „tabanos“, die unangenehmen Pferdebremsen, die mich ständig zu stechen versuchten. Später entfernte ich mich etwas vom Lago. In Puerto Octay angekommen dachte ich sofort wieder an den Rückweg, denn der wir sehr steil werden, der Weg verlief ja abwärts zum See. Dort verbrachte ich die Nacht auf einem Zeltplatz – etwas teurer als andere, teilte aber den Platz mit einer schweizerischen Studentin, die ein Jahr Soziologie in Santiago studiert. Wir sprachen nur auf spanisch.

Dieser Vertreter störte mich morgens. Ständig fielen kleine Äpfel auf mein Zelt. Schließlich raus aus dem Zelt und mal sehen was sich draußen ereignet. Einige dieser Vögel verbrachten im Apfelbaum, pickten wohl nach den Kernen der Äpfel, der Rest flog auf den Boden, auf mein Zelt.