Nasca / Nazca

Freitag, 10.01.2020

Mal richtig ausgeschlafen, gegen 8 Uhr gefrühstückt, Kaffee mit Hühnerbrötchen – Marmelade wäre mir lieber gewesen:
Such nach einer Bank, Geld kaufen und schließlich Beuch des Museums:
https://es.wikipedia.org/wiki/Museo_Arqueológico_Antonini

Nun sitze ich einige Zeit schon und bearbeite „schuettekeller.de“ und diesen Blog.
Morgen werde ich weiterfahren, die Strecke wird lang und wüst – also Wüste sein – viel Wasser mitnehmen!

Deformierungen
Grabstelle
Ausgrabungstätte
Garten des Museums

30. Fahrtag

Do – 09.01.2020 – 30. Fahrtag
Heute könnte ich mir Zeit lassen, sind bis Nasca ja nur 55 Kilometer. Dies tat ich dann auch, besuchte zwei „Miradores“ – Aussichtstürme – für die „Nazca-Linien“, die es auch nach Palpa schon gibt. Unterwegs traf ich noch einen Deutschen, er hatte bei einem Besuch eines Turmes meinen Namen in der Gästeliste erkannt und nachgefragt: „Fahrradfahrer“, so sah er mich später auf der Strecke und wir quatschten – war die erste deutsche Stimme auf meiner Tour, von dem Belgier, den ich in einem Restaurant traf mal abgesehen. Unterwegs kam ich auch an dem Museum vorbei der „Maria Reiche“, die dort über 50 Jahre geforscht hatte. Natürlich besucht ich das Museum, dort lebt die Dame in einem Raum, hatte noch einen Pool, die anderen Gebäude wurden später errichtet.
(https://de.wikipedia.org/wiki/Nazca-Linien)

Auf dem zweiten Turm unterhielt ich mich noch mit einem Franzosen. So trödelte ich ein bisschen, der Wind drehte und die letzten 25 Kilometer wurden anstrengend. Ich erreichte Nasca – und suchte wieder in der Nähe des „plaza de armas“ eine Unterkunft.

Heute – 10.02. – einen Tag Pause mit weiterem Museumsbesuch:
https://es.wikipedia.org/wiki/Museo_Arqueológico_Antonini

Dr. Maria Reiche – Wohnung
… ins Alter gekommen
… wenn nur der Gegenwind hinter mir gewesen wäre

29. Fahrtag

Mittwoch, 08.01.2020

Pisco – Rio Grande, liegt vor dem bekannteren Palpa. Nach Palpa sind auch Linien zu finden. Dazu später mehr. Nach Ica waren die Straßenseiten schlechter geworden, viele Schlaglöcher oder auf Straßenschotter. Da ja viel Verkehr vorhanden, konnte ich nur selten den glatten Straßenbelag nutzen. An diesem Tage kam ich an einem schrecklichen Unfall vorbei, der sich in der Nacht zuvor ereignete: Ein älter LKW schlitzte einen Van auf der Fahrerseite total auf. Ich hörte später von zwei Toten.
Eigentlich wundert es mich ja nicht, die sonst so freundlichen Leute kaum im Auto rasen, überholen bei durchgezogener Mittellinie, auch an unübersichtlichen Stellen. Ständig fahre ich an Gedenkstätten für die Toten vorbei. Nur – Mahnmale sind sie nicht.
Mit über 95 Kilometern war dies die längste Strecke bislang. „Strava“, die Handy-App, gibt mir über 3500 Kcal an, dazu kommen noch die Kalorien pro Tag, so komme ich weit über 5000 Kcal, die kann ich nicht essen und trinken. Hatte ja schon nach drei Wochen schon 10 Kilogramm verloren – ich muss aufpassen.


Ankunft in Rio Grande:

„Man muss sich diese Situation mal vorstellen: Ich erreiche einen Ort, dachte, es sei Palpa, es ist 4 km vor Palpa, den Ort, den ich eigentlich erreichen wollte. Ich fragte nach einem Hostal, voll belegt. Ein paar Meter zuvor ein Haus ohne Kennzeichnung, es soll ein Hotel sein. Ich sprach eine Frau an, dazu kam ein junger Mann, der als Maler dort arbeitete. Er fragte nach, ob ich hier übernachten könne, zunächst ein nein. Ich bot an irgendwo auf meiner Matte zu nächtigen. Plötzlich war ein Zimmer frei. Natürlich lud ich den „Juan“ zum Bier und Essen ein. Ich bekam ein Zimmer, in dem sonst ein Arzt wohnt. Auch die anderen Räume sind an Ärzte vermietet. Nach Bier gab es noch ein Essen abends gegen 20 Uhr. So endete wieder mal ein zunächst ungewisser Ausgang eines Fahrradtages, war ja anstrengend, äußerst harmonisch, fast unglaublich. Nur das Handtuch des Arztes soll ich nicht verwenden. Habe ja ein eigenes. Und was bezahlte ich für Raum und Essen für zwei Personen – 50 Soles, das sind ca. 15 Euro. So etwas erlebt man nur einmal und nur hier!“

Hatte einige Gesteinsbrocken in der Hand – Kreide – oder „Magnesia – Turner kenne das“
Was sich darin verbirgt?
Die Berge im Hintergrund sollen nach Nachfrage über 3000 Meter hoch sein.

28. Fahrtag

Dienstag, 07.01.2020
Gefahren von Pisco bis Ica, auf der Strecke leichte Steigungen, hatte auch mal Rückenwind, doch die Temperatur stieg an. Habe in Pisco allerdings keinen Pisco getrunken, dafür auf der Strecke endlich die Reben gesehen, die man nun mal auch für Pisco braucht.

Nun dann doch Weintrauben
Volkstanzgruppe auf Plaza de armas

Fahrtag 27

Montag, 06.01.2020
In Anbetracht der Tatsache, dass nach Pisco einige Steigungen und längere Wegstrecken folgen sollen entschied ich mich nur nach Pisco zu fahren. „Pisco“ ist auch der aus Trauben hergestellte Schnaps, den es in Peru und Chile gibt. Beide Länder kämpfen noch, welcher der bessere ist – diplomatisch in Peru der peruanische, in Chile der chilenische. Ich kennee ja beide zur Genüge. Reben habe ich bislang allerdings noch keine gesehen – ein Stock im Hostal fast vor meinem Fenster.

pollo, pollo, pollo
Nun von Lima ausgerechnet nach Süden

Fahrtag 26

Sonntag, 05.01.2020
Gefahren bin ich – 80 km – bis kurz vor Jaguay (Cañete). Einige Steigungen warn zu bewältigen bei frischem Wind. Gegen Ende bin ich zwei mal abgebogen, um eine Unterkunft zu finden. Im ersten Ort – wenn man das so nennen kann nichts, im zweiten Ort ein lauter Versammlungsraum, ein weißes Häuschen wo Hostal draufstand aber niemand öffnete, weiterfahren. Ich traf kurz danach auf ein nobles Restaurant umgeben mit Rasen und fragte mal nach, ob ich mich darauf niederlassen könnte. Dies wurde angelehnt. Wenige 100 Meter weiter sah ich ein Schild mit Zeltzeichen, Farrad-und Motorräder waren abgebildet. Ich klopfte, die Hunde antworteten sofort, es öffnete sich die Türe und eine freundliche Dame bat mich herein mitsamt des Fahrrades, sollte mich erst mal zu Familie setzen. Dusche da, Sandplatz mit Meerblick, Abendessen und Bier würde ich auch erhalten. Der Tag war wieder einmal gerettet. Erst am nächsten Tag sah ich, dass kein Hostal sobald folgen würde. Unterwegs hielt noch ein Auto mit „Bogota“ auf dem Nummernschild. Wieder wurde ich beschenkt mit Cola und Süßigkeiten. Austausch und Fotos wurden geschossen. In dem parkähnlichen Gelände war auch ein Kolumbianer mit Motorrad zu Gast. Ich erhielt gegen 20 Uhr – hatte eine riesigen Hunger – das beste Essen in Peru, bestens gewürzt „lomo“ – Lende. Die drei Mahlzeiten bei der Familie in Lima waren natürlich auch super lecker!
Gegen 21:30 lag ich in meinem Zelt, schlief sofort ein bis… so gegen 2:30 nachts ich Motorengeräusche hörte und Lichter sah. Ein Bus war eingetroffen und noch zwei Fahrzeuge. Das war´s dann mit dem Schlaf. Die Leute, Kinder und Erwachsene, liefen an meinem Zelt vorbei, leuchteten auch mal das Zelt an und spazierten zum Strand. Mit einigen habe ich später gesprochen, eine kirchliche Reisegruppe, die später frühstückte, ein Herr und sein Sohn stammte aus Cusco.
Ich trank ebenfalls meinen Kaffee, erhielt zwei Brötchen, Marmelade hatte ich selbst dabei.

Badestrände
Aasgeier
Da wäre ich auch gerne reingesprungen.
Mein super Zeltplatz mit hervorragendem Essen.
Mutter – Kolumbianer – Tochter

Fahrtag 25

Samstag, 04.01.2020
Um 6 Uhr morgens stand ich auf und war bei dem Eintreffen von Katy Frias und ihrem Mann um 7:30 Uhr fast fertig. Nur noch alles die Treppen runter, Verabschiedung / Fotos und los gings. Sie begleiteten mich noch mit dem PKW bis zur Panamerika Sur.
Der endgültige Abschied rührte mich sehr, nach soviel Zuvorkommen und Engagement mir gegenüber.
So fuhr ich etwas traurig los, aber flott ging es voran. So nach 10 Kolometer stieß ein Kleinbus, ich stand, an meine hintere linke Tasche und die Schnalle zur Befestigung brach, ich hatte noch Ersatz. Viel Verkehr da auch ja Wochenende und Ferienzeit, doch ich kam gut voran und fand in Mala ein Hostal mit erträglichen Preis, andere waren zu teuer, lagen ja auch direkt am Meer. Ich bin ja etwas länger unterwegs als nur ein Wochenende.
Heute klappt es auch mit dem Blog.

Kontraste
Strandlandschaften
2 x Eisbecher gegessen ! Super – Es folgten fast hintereinander noch 30 solcher Eisstände mit Corporate Identity – wohl immer der gleiche Besitzer – junge Mädchen (Ferien?)
viel Steine gab’s und wenig Brot
Felsentor
„viel Bier gab´s und Hamburger“

Lima Tag 3

03.01.2020

Pünktlich um 10:30 Uhr wurde ich zur Rundfahrt durch das Zentrum Limas abgeholt. Nach Parkplatzsuche ging es zu Fuß weiter: Durch Fußgängerzonen, chinesischem Viertel und Plaza de Armas, Regierungsgebäuden, Kirchen, Sitz des Präsidenten.
Auch einen Abstecher zum Mehr nahmen wir vor, riesige Hotelanlagen bekannter internationaler Hotelketten.  Ich hatte doch sicher die beste Unterkunft, die man in Lima finden konnte. Riesiges Appartement in relativ ruhiger und sichererer Lage – gut – Bett und Stuhl brachte ich selbst mit.

Abends hatte ich die Familie zum  Essen eingeladen.
Es war eine wunderbare Zeit mit der Familie! Vielen Dank! Muchas Gracias!

Eingang chinesisches Zentrum
chinesische Produkte / Banken
Kanzlei
Plaza de Armas
„Taubenscheuer“
Ufer Pazifik auf der Höhe des Zentrums

Lima 2. Tag

02.01.2020

Morgens gut gefrühstückt mit Panettone und Kaffee, um 11 Uhr abgeholt zu einem Internetkaffee. Wir kauften etwas und erhielten Netzzugang: Problem – ich konnte zwar den Blog öffnen nicht aber mich anmelden – wohl der Surfer von world-press.

Anschließend besuchten wir zwei Brüder namens Sattler, dort in der Garage steht ein alter Wagen der Autounion Baujahr 1938 – ohne erkennbaren Rost oder Schäden. Vor der Garage noch ein alter Käfer – mit Blinker an der Türschwelle. Deutschstämmige gibt es natürlich auch in Peru. Der 87-jährige Besitzer war Architekt. In der Wohnung auf jeder Treppenstufe mein Namensgeber „Nikolaus“, an der Wand Text der Hymne Deutschlands – alle Strophen!

Abends eine weitere Fahrt durch Santiago de Surco, Miraflores und Barranco, eigenständige Teile Limas mit eigener Verwaltung. In der Nähe des Meeres besuchten wir in Barranco eine urige Kneipe. Tolle Eindrücke!

Wäsche waschen mit warmen Wasser, luftiger Raum – super!
Mal sehen, wie lange das reparierte Rad durchhält.
Arbeitsplatz
Barranco – Eindrücke
urige Kneipe – mit gutschmeckenden Brötchen
– Büste des Wirts an der Wand ausgestellt

Lima 1. Tag

01.01.2020
Früh aufgestanden, musste ja den Transport zu dem Appartement in Lima – Surco organisieren. Kontaktperson ist eine Freundin von Laura, die das Appartement wenn auch leergeräumt noch besitzt, Strom und Wasser ist vorhanden, einen Stuhl und Schlafmatte habe ich ja mit. Mit dem Taxifahrer war ausgemacht, dass er die Familie kontaktiert um uns – Schlüssel – zu koordinieren. Alles klappte wunderbar! Dem Taxifahrer muss ich ein besonderes Lob aussprechen, er fuhr kleine Straßen, hielt bei Fußgängern an und wir hatten ein tolles Gespräch. Ich hatte bei einem früheren Besuch in Lima mal das Doppelte bezahlt, wenn er langsam fährt, daran erinnerte ich mich bei dieser Fahrt.
Beiden Herren meinen besten Dank!

Mittags lud mich die Familie Frias zum Essen ein, abends führten sie mich in einen schönen Park – Parque de la Amistad –  und wir probierten die dort angebotenen Süßigkeiten.

Zuvor hatte ich das Fahrrad in die Wohnung getragen, wieder einen Schlauch gewechselt und den anderen geklebt – und noch einige Kleinigkeiten gerichtet.  Nun sitze ich hier in der Küche auf einem Regalteil, denn mein Stuhl ist für das Arbeiten an meinem Laptop ungeeignet.

Morgen werde ich gegen 11 Uhr durch die sich rührend um mich kümmernde Familie wieder abgeholt und werde, da ich im Appartement kein Internet habe, in einem Restaurant / Bar diese Zeilen und Bilder in diesen Blog hochladen.

Straßen vom Taxi aus aufgenommen
Blick vom Balkon des Appartements
… wurde zu meinem Schlafzimmer
Küche zur Werkstatt – Eimer zum Hocker
Parque de la Amistad
Familie Frias – Freunde von Laura
linke Hand auf Lenkertasche – rechte zu …