49. Fahrtag

Samstag, 01.02.2020

Curicó nach Lineares

Da Samstag hatte ich wieder einen Reisetag mit viel Verkehr und vollen Tankstellen – Servicebereich. Die Strecke wurde mit Richtung nach Süden stets grüner, erste Landwirtschaften waren ersichtlich. Übernachtung im Hotel Curaoalihue.

48. Fahrtag

Freitag, 31.01.2020

Habe morgens schnell auf die Straße zurückgefunden, die wieder auf die Ruta 5 führt. Mit Wind im Rücken kam ich auf ein auf dieser Tour noch nie erlebtes Fahrtempo, ich konnte das kaum fassen, auch als der Wind sich etwas drehte bzw. Freiflächen dem Wind nichts entgegensetzen konnte, empfand ich ihn eher als erfrischend bei der Hitze von fast 34 Grad.
Viel Verkehr, Restaurants, Tankstellen, Korbverkäufer etc. Schnell fuhr ich an allem vorbei und achtete fast nur auf den vor mir liegenden Straßenbelag, der immer wieder Reifenteile, Drähte, Eisenteile, Holz und vieles mehr aufwies.
Ich gelangte nach Curicó, nicht ohne zum Schluss noch in einen Stau zu geraten (Baustelle) und natürlich der Suche nach einem Hostal. Nach Ankunft und Dusche fand ich ein riesiges Einkaufszentrum in der Nähe und dort eine Vielfalt an Restaurants vor – natürlich landete ich mal wieder in einer Pizzeria nach der Frage nach Bier – Hauptsache kein Pollo mit Reis!

Ich frage mich, was fressen die Pferde?
Obstplantagen – könnte auch im Edge-Tal (Tirol) liegen
Mein Streifen – hier blockiert
Wasservorräte im Sommer – wie lange noch?
In der Pizzeria

47.Fahrtag

Donnerstag, 30.01.2020

Fahrt vom Hostal in Santiago bis zu einem Hostal in Rancagua

Relativ flott durch die Stadt gekommen, allerdings eine kurze Strecke auf für Räder verbotenem Teil der Stadtautobahn (da Nebenstraße) sah ich aber zu spät. Irgendwann erreichte ich die Ruta 5 (Panamericana) und da durfte ich ja wieder auf dem Seitenstreifen fahren. Die Fahrt kam mir vor wie auf Straßen in Europa, ich wurde schneller, auch als der Wind sich etwas drehte hatte ich doch ein gutes Tempo und kam voran – fast 100 Kilometer an diesem Tag. Unterwegs traf ich an einem Wartehäuschen (Pause im Schatten) einen Sozialarbeiter und auch Fahrradfahrer – er sprach mich sofort an.
Abends geriet ich in einer Fußgängerzone in eine Kneipe mit Musik, gut – in den Schüttekeller wird Rüdiger sie sicher nicht einladen, wenn er sie hörte.
Das Hostal lag zentral und bot ein Frühstück an.

Ruhetag Santiago

Mittwoch, 29.01.2020

Ja, die Entscheidung war getroffen, ich hatte ja für zwei Tage bezahlt, so musste ich mich ja entscheiden ob verlängern, weiterreisen oder Rückflug.
Heute suchte ich das Fahrradgeschäft auf, bei dem ich den Radkarton vor 2 Jahren erhalten hatte, doch das Geschäft gab es nicht mehr. Ein kleiner Laden 50 Meter weiter, ich fragte nach, sie hatten gerade ein Rad ausgepackt und ein Karton stand an der Wand. Glück muss man haben, Karton und ich im Taxi verstaut fuhren wir über Umwegen zurück zum Hostal, ich musste dem Fahrer den Weg beschreiben (Handy). So machte ich einen Zeitpunkt meiner Wiederkehr im Hostal aus und bezahlte schon mal drei Tage im Voraus. Ich kann den Zeitpunkt allerdings verschieben, früher oder später ginge auch. Geplant ist Ende Februar wieder hier zu sein.
Heute noch Fahrrad etwas gewartet, eingekauft und Blog ergänzt.

Mein Ruheplatz im Hostal, hinter dem Baum mein Fahrrad,
rechts geht es in den Speiseraum und die Küche
PARRON DE COLORES

46. Fahrtag

Dienstag, 28.01.2020

Pünktlich um 7 Uhr fuhren wir weiter, unser Rastplatz war ca. 130 Kilometer vor La Serena. Der Fahrer, 75 Jahre alt, kannte viel seiner Kollegen und grüßte sie ständig, Er bekreuzigte sich oft auch an den Gedenkstätten am Straßenrand, Kollegen, die hier ihr Leben verloren. Natürlich auch an Rastplätzen war er bekannt. Für mich spielte er auch einen Touristenführer und zeigte mir die unterschiedlichsten Minen für Gold, Silber, Kupfer, die von der Straße aus zu sehen waren.
Schließlich erreichten wir Santiago, er entließ mich in der Gegend des Flughafens und ich fuhr – mit Handynavi – mitten durch die Stadt zu dem mir schon bekannten Hostal „Parron de Colores“ http://parrondecolores.cl/

Ich hatte mich zwar telefonisch angemeldet, das klappte aber nicht, doch ein Zimmer für 2 Personen mit eigenem Bad war noch frei und auch nicht teuer. Für mich war wichtig, ich kannte die Umgebung dieses Stadtteiles.

Nun kam in mir eine neue Idee auf, ich könnte doch mit dem Rad nach Puerto Montt fahren und nicht mit dem Bus. Diese Entscheidung traf ich noch abends.

Mein Nachtlager, legte mich auf meiner Matte zu meinem schon liegenden Fahrrad.
Die Natur ändert sich, es schein hier hin und wieder Regen zu geben.
… Landwirtschaft wird möglich

45. Fahrtag

Montag, 27.01.2020

Dieser Tag sollte eine gravierende Entscheidung bringen. Ich startete in dem schönen Taltal, wich den Hundemeuten aus und strampelte den Berg hoch. Ich wusste durch eine Nachfrage, das es 25 Kilometer bergauf werden sollte. So war es dann auch, nach vier Stunden erreichte ich die Kreuzung zur Panamericana – Ruta 5.
Dort gab es ein Restaurant – „dios mio!“ – und ich konnte mich stärken. So fuhr ich noch einige Kilometer weiter, doch meine Motivation sank angesichts der Einöde, die eigentlich keine ist, nur mir kam sie nun so vor.

An einem Rastplatz machte ich einen Halt und ein Bus kam dazu. Der Bus hatte die Aufschrift “ Santiago“, ich sprach mit dem Fahrer, er meinte ja. So ein Glück, so ein Zufall dachte ich und nahm das Gepäck ab. Als wir nun das Rad verstauen wollten kam ein zweiter Herr dazu, er war wohl nicht davon begeistert einige Gepäckstücke innerhalb des Buses zu bewegen, so hatte ich letztlich doch kein Glück und sattelte wieder meinen Drahtesel auf.
Wer hier der eigentliche Esel ist, ist noch die Frage. Kaum war ich wieder fahrbereit hielt ein LKW, der sah wohl das ganze schon von weitem.
Er schaute mich an, ich öffnete die Beifahrertüre und er meinte „Santiago“?
So wurde Fahrrad und Gepäck in den ewig langen und leeren Anhänger gepackt, auf den Boden gelegt und das Gepäck um das Rad herum verstaut, damit das Rad einen Halt hat.
Die Fahrt konnte beginnen, sie sollte fast zwei Tage dauern. Nachts um 24 Uhr machten wir Rast, er schlief in der Fahrerkabine, ich hinten auf dem geschlossenen Anhänger, hatte ja dafür alles dabei. Abends zuvor aßen wir noch etwas in einem dem Fahrer bekannten Restaurant – eher Kneipe. Dort aß ich zwei Empanadas – noch nie hatte ich bessere gegessen!

Fahrer hatte für mich extra einen Stopp eingelegt.
Hier war mal Meer, ausgespült durch die Brandung
… nicht das tiefblaue Meer, sondern der LKW im Hintergrund
So schön die Wüste auch ist in ihren durch unterschiedliche Mineralien gefärbten Tönen – mit dem Fahrrad treten andere profane Dinge in den Vordergrund – für mich.

44. Fahrtag

Sonntag, 26.01.2020

Da Sonntag und ich erst später frühstücken konnte, kam ich auch später „on tour“. Zunächst entlang der Uferstraße Richtung Süden, nach ca. 6 Kilometern bergauf hielt ein Pickup an und nahm mich mit bis zur Ruta 5, die Panamericana. Nun weiter durch die Wüste, links und rechts Sandberge, ich auf einer Hochebene. An einer Kreuzung Richtung Taltal war mir klar, dass ich diesen Ort an diesem Tag nicht erreichen werden, es sei denn: Daumen nach oben, erster LKW hielt an und einige Zeit später traf ich in Taltal an. Die Fahrt ging an einigen Kupferminen vorbei, wie mir der Fahrer erklärte.
In Taltal übernachtete ich in einem Hostal der Stadt – nur zu empfehlen. Es liegt direkt am Meer, schöne Zimmer mit toller Aussicht. Abends aß ich Pizza in einem an der Uferstraße gelegenen Restaurant.

Antofagasta Strandpromenade
Ruta 5 / Copec / Besitzer hatte mich mitgenommn
Denkpause
Hostal in Taltal SUPER!
Taltal

Ruhetag Antofagasta

25.01.2020

Ich konnte erst am Sonntag die Stadt besichtigen, Teile der Innenstadt, plaza de armas waren durch die Polizei abgesperrt – Demonstrationen.
Hier nahm ich an zerstörten Fenstern und an abgesperrten Läden wahr, dass es in Chile Unruhen gab. Am nächsten Tag habe ich mir eine chilenische SIM-Karte besorgt, sie aufgeladen, mehrere Rundgänge durch Fußgängerzonen absolviert und diesen Blog schließlich mit mehreren Versuchen ergänzt.
Rundgang:

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Plaza de armas
Fußgängerzone

43. Fahrtag

Freitag, 24.01.2019
Nach bestem Frühstück brach ich auf in der Annahme einer weiteren Übernachtung bevor ich Antofagasta erreichen werde. Aber wie so oft meinen Touren weiß ich nie wie und wo der Abend enden würde. So auch an diesem Tage.
Nach ca. 75 Kilometern erreicht ich einen kleinen Hafen mit Restaurant – Hornitos – wurde dort von einem LKW—Fahrer angesprochen und ich fragte ihn nach einem Hostal, er gab meine Frage an eine Dame unweit lautstark weiter und diese antwortete mit einem Fingerzeig über die Straße. 
Wir kamen ins Gespräch, beide hatten das Ziel „Antofagsta“, er jetzt, ich am nächsten Tag. Doch auf seine Frage hin, ob ich nicht ein Stück mitfahren wolle hörte ich von mir wieder mal kein „Nein“! So packten wir das Fahrrad zwischen Zugmaschine und Hänger, Gepäck ins Führerhaus. Mit flottem Tempo ging die Fahrt weiter bis zu der Kreuzung A1 / Ruta 5. Da ließ er mich wieder aussteigen, es sei noch ca. 6 Kilometer bis in die Stadt. Ich rüstete mein Rad mit dem Gepäck alles auf und fuhr weiter, doch schon das nächste Schild gab mir Gewissheit, aus den 6 Kilometern wurden 30 und es war schon 17:30 Uhr. So fuhr ich noch 10 Kilometer an dem Militärflughafen vorbei bis zu Ein – Ausfahrt des Stadtflughafens. Dort stellte ich mich leicht seitwärts hin und wartete auf ein Taxi? Doch ein stehendes Fahrzeug 4×4 mit einem älteren Herren fuhr rückwärts in meine Richtung. Ich verstand die ungewöhnliche Kommunikation und fragte den Mann auf meiner Höhe, ob er wohl mich mit in die Innenstadt mitnehmen könne. Freundlich bejahend luden wir mal wieder auf und fuhren die noch 20 Kilometer gen Innenstadt; vorbei in einiger Entfernung an dem hier berühmten Felsentor „Portada“, er erzählte mir von den Veränderungen in Antofagasta, das wir ja auch vor 29 Jahren schon einmal besucht hatten. Der nette Herr fuhr mich bis vor ein Hotel, in dem ich nun (mind.) zwei Tage verbringen werde.

Delphine
Aus der Ferne – 30 Kilometer! — Antofagasta
Hotel, in dem ich gerade sitze.

Abend hörte ich laute Musik und Rufe, Geschrei, es wurde demonstriert, Die Straßen zu dem „plaza de armas“ waren gesperrt und von Polizei bewacht.
Überall haben sich die Geschäfte mit Holz oder Eisenfassaden geschützt, oft nur findet man eine Türe, man muss es schon wissen.
Heute, 25.01., als wäre nichts gewesen.
Ich konnte mich frei bewegen, Geld abheben, SIM-Karte für Chile erstehen, Unterhosen kaufen, zwei waren durchgescheuert.
Und nach mehrmaligem Versuch gelang es auch den Block zu vervollständigen.
Bilder von Antofagasta folgen später.
Da bleibt die Hoffnung auf stabiles Netz für den Block.
SALUDOS!

42. Fahrtag

Donnerstag, 23.01.2020

An diesem Tage fuhr ich durch eine wirklich schöne, abwechslungsreiche Küstenlandschaft – auf der einen Seite die Wüste, auf der anderen das Meer mit verschiedensten Felsformen, fast alle besetzt mit Meeresvögeln. Irgendwann sah ich eine Straße auf einen Bergrücken ansteigen, ich hoffte, das ist nicht meine. Lange rätselte ich, wie der Weg weiterverlaufen könnte. Es fiel mir ein, dass ich vor  Tagen ein Schild mit Tunnelsymbol gesehen hatte, so kam es dann auch. Lange war er nicht, aber dunkel, also nach hinten eine Blinklampe angebracht schnell durchfahren.

Kaum war ich durch traf ich einen Motorradfahrer aus Brasilien, dazu hielt noch ein LKW an mit einer 6 Liter Wasserflasche. Ich konnte meine Vorräte auffüllen, doch 6 Liter brachten wir nicht unter. Schon von weitem konnte ich Trocopilla sehen mit der Hoffnung nach 2 Tagen Funkstille mich wieder zu Hause bemerkbar machen zu können. Ich fand ein fast neues Hotel, das Abendessen unweit Richtung Innenstadt war ohne Geschmack und viel zu viel – dann auch teuer für hiesige Verhältnisse.

3 Liter, es gab keine geringere Menge
Ferienhausbau
Trocopilla