41. Fahrtag

Mittwoch, 22.01.2020

Weiterhin an der Küstenstraße A1 entlang fuhr ich bis ca. 83 Kilometer vor Trocopilla – Chanabaya. In einem kleinen Laden wieder mal die Frage nach einer Unterkunft, Strand, ja ich hatte viel Platz am Strand, weit und breit keine weiteres Zelt, nur Seetangfischer waren unterwegs. Ich hatte eingekauft, Würstchen und Joghurt und bereitete bei Meeresrauschen mein Abendessen. Ich war ziemlich nahe an der Brandung, doch sie erreichte mich auch nachts nicht.

Schattenwurf
… und nachträglich noch ein paar Bilder des Tages
Zwei LKW-Fahrer schenkten mir eine Sicherheitsweste – diese vergaß ich Tage später in einem Hostal, kaufte mir eine neue
Mein Zeltplatz
Abendsonne

40. Fahrtag

Dienstag, 21.01.2020

Von Iquique bin Chanavagita

In der Stadt an zum Teil schön angelegten Uferpromenade entlang mit diversen Sportanlagen und Radwegen fuhr ich weiter gen Süden. Einige Kilometer entfernt vorbei an einer militärischen Flugbasis und dem Flughafen der Stadt. Nach ca. 60 Kilometern reichte mir die Anstrengungen zum Teil auch gegen den Wind zu fahren und fragte in einem kleinen Fischerdorf nach einer Unterkunft nach, ich fand ein Restaurant mit Zimmern. Da kam ich unter – WI-FI hatte ich nicht, wohl niemand im Dorf, nur über das Telefon berichtete mir ein junger Mann.  Ich spazierte durch den ganzen Ort, Badegäste am Strand – Urlaubszeit. In einem Getränkehandel fand ich auch meinen Schlaftrunk.

mein Quartier

39. Fahrtag

Montag, 20.01.2020

Eine unbeabsichtigt kurze Strecke – auf dem Rad – sollte es werden. Nach 20 Kilometern flotter Fahrt auf der Hochebene wurde diese unterbrochen durch ein Tal. Abwärts und wieder aufwärts. Nach einer kurzen, aber starken Steigung überholte mich ein Geländewagen, hielt an und fragte mich direkt, ob ich nach Iquique mitgenommen werden möchte. Gut, da wollte ich ja hin, Rad verladen, Gepäck aufgeladen und weiter ging die Fahrt mit flottem Tempo. Vorbei an dem Ort, an dem ich eigentlich die Nacht verbringen wollte, denn die Gesamtstrecke war doch über 160 Kilometer bis Iquique.
So kam ich gegen Mittag in der Großstadt an und fuhr in Richtung Plaza / Innenstadt, fand dort auch gleich ein Hotel – 35 €. Ab hier werde ich die Uferstraße fahren bis Antofagasta.
Von weitem konnte ich einige Oficinas sehen, die ich eigentlich besuchen wollte. Oficinas waren die Städte und Minen für den Abbau von Salpeter, das weiße Gold – der zur Düngung und Herstellung von Sprengstoff benutzt wurde, bis die Herstellung 1920 synthetisch erfolgte. Wir besuchten einige in den Jahren 1991 und 92.

Humberstone- und Santa-Laura-Salpeterwerke
LINK

Eindrücke Iquique

38. Fahrtag

Sonntag, 19.01.2020

Die ersten 20 Kilometer führte mich der Weg im Tal leicht aufwärts. Vor der zu sehenden Steigung hielt ich an und half einem Motorradfahrer seinen Benzinkanister zu halten. Natürlich fragte ich ihn, wie weit die Steigung denn sein wird, er meinte 17 Kilometer. Er hatte recht, exakt 17 Kilometer stieg die Strecke an, meist in meinem kleinsten Gang gefahren. Noch eine letzte Kurve – nach Stunden – und ich sah ein Restaurant, überlegte und entschied hier zu nächtigen.
Neben dem Gebäude konnte ich mein Zelt aufschlagen. Sand, Steine und leichter Wind aus dem Norden, Berge aus Sand und Steinen und eine Straße – die Panamerika – ja, ich war schon mitten in der Atacamawüste – der eigentlich trockensten Wüste der Welt. Doch abends regnete es verhalten, morgens war nur unter meinem Zelt der Sand noch trocken. Noch abends fragte ich nach dem morgentlichen Toilettenbesuch nach, ja, es gab eine Toilette, allerdings ohne Wasser, waschen konnte ich mich mit meinem gekauften Wasser. Es gab zu Essen und zu Trinken, was will man mehr.
Da es, nach Nachfrage, dort über eine Telefonverbindung Internet gab konnte ich mit Deutschland kommunizieren. Strom lieferte abends ein Generator – Erinnerungen an Somalia wurden wach.

37. Fahrtag

Samstag, 18.01.2020

An diesem Tag sollte es nur eine kurze Strecke geben angesichts des weiteren Weges. In Cuya, ein sehr kleiner Ort bestehend aus einem Polizeiposten, der die LKW´s und Busse kontrolliert so dass sie in Abständen die Steigungen fahren und einigen Restaurants und zwei Hostals. Mit nur 2 Stunden kam ich früh an und hatte Zeit ausgiebig mich meiner Zunahme an Gewicht zu widmen, hatte seit Arica Durchfall, irgendein Infekt schwächte mich etwas, wahrscheinlich der mit normalem Wasser gewaschene Salat.

Ich nähere mich einem Tal.
in Cuya

36. Fahrtag

Freitag, 17.01.2020

Zunächst begann der Tag mit einer flachen Strecke, nach 10 Kilometern begann sie zu steigen auf 830 m, wieder abwärts auf 360 Höhenmeter und schließlich auf 1229 m. Das geht natürlich in die Beine, sie werden schwer und das Gemüt auch. Bei einer Abzweigung nach Pudre standen Figuren des indigenen Lebens in der Gegend. Pudre hatten wir im Jahre 1991 besucht, das liegt auf 3500 Höhenmeter. Mitten auf der Strecke sah ich einen kleinen blauen PKW, der Fahrer sah mich an, kurze Zeit später kam er zurück, wendete und hielt an, stieg aus mit einem kühlen Getränk, Pfirsichen und Kuchen – und das ganze mit nur wenigen Worten. Dies war dann wenig später mein Abendessen – ich hatte noch Kekse und Wasser. Nach der letzten Kurve des Anstiegs suchte ich mir einen Platz etwas entfernt der Straße. Ich schlief gut in der frischen Bergluft und nach der anstrengenden Fahrt.

Arica – Ruhetag


Donnerstag, 16.01.2020
Ich verbrachte einige Zeit in  der Stadt, wechselte das restliche peruanische Geld um. Nun sitze ich mal wieder am Blog. Heute Abend gibt es nochmals einen Stadtbummel und …

35. Fahrtag

Mittwoch, 15.01.2020

Nach einem wunderbaren Frühstück konnte ich noch vor 8 Uhr meine Weiterreise beginnen. Rückenwind und leichtes Gefälle trugen mich geradezu nach Chile. Nach ca. 35 Kilometern hatte ich die Grenze erreicht. Erste Orientierungen über den bürokratischen Ablauf erhielt ich von einem jungen Mann auf Fahrrad, wieder mal ein Argentinier, der schon einige Monate unterwegs war. Ca. zwei Stunden verbrachte ich an der Grenze und zusammen fuhren wir gemütlich Arica entgegen, so erreichte ich Arica nach 29 Jahren wieder einmal. Zusammen verbrachten wir einen angenehmen Abend in der Stadt.
Das erste für mich wichtige Ereignis waren die Überholmanöver der
LKW´s, sie blinkten und überholten und drängten mich nicht mit Gehupe von der Straße! Natürlich verhielten sich auch die anderen Verkehrsteilnehmer angenehmer!

Kirche in Tacna
Arica

34. Fahrtag

Dienstag, 14.01.2020
Sehr früh aufgestanden, kurz nach 5 Uhr morgens ist es hier nun hell,
hieß es zunächst einige Höhen zu erklimmen, später verlief die Straße flach – Uferstraße. Ich erreichte nach 7 Stunden Tacna, hatte allerdings bei der Einfahrt mehrfach mit den Hunden am Straßenrand zu kämpfen, bis zu vier solcher Haushunde folgten mir auf die Straße, wo ich mit schnellem Schlendern sie abwimmeln konnte. Ich habe stets die Hoffnung, dass ein nachfolgendes Fahrzeug mal einen erwischt. Die Besitzer sollten hier feinfühliger werden. Aber ich kann hier die Welt nicht retten. Nach einem langem aber leichten Anstieg erreichte ich das Zentrum und fand ein Hotel. Ich konnte den Herren in der Rezeption davon überzeugen mein Fahrrad mit in mein Zimmer nehmen zu können, er hatte sonst keinen Stellplatz dafür. Dies war mein letzter Tag / Nacht in Peru.

Zeltplatz
Ende eines Wendemanövers



33. Fahrtag

33. Fahrtag
Montag, 13.01.2020 

Von Ilo bis zu einem kleinen Hafen Puerto Grau gefahren.
Zunächst fragte ich an einem Ort zuvor nach einer Übernachtungsmöglichkeit und einem Restaurant, dieser Ort war allerdings nur an Wochenenden geöffnet. Ein paar Leute hatte ich noch angetroffen. In Puerto Grau bereitete ich mich auf eine Übernachtung am Strand vor, das hieß zuvor Essen und Trinken und anschließend sich nach einem geeigneten Platz umschauen. Hierbei traf ich einen Rucksackreisenden – Argentinier – der hier schon einige Tage verweilte. Vor einem ihm bekannten Haus konnten wir unsere Zelte aufschlagen.

Hier floss tatsächlich etwas Wasser
Tausende Schafe und Ziegen
Wächter
Puerto Grau