Tour 2 – 3. Tag – Osorno

30.01.2018 – Osorno

In der vergangenen Nacht hat es kräftig geregnet und so packte ich das noch feuchte Zelt ein, in der Hoffnung abends Wind zu haben. So war es dann auch.
Der Zeltplatz liegt direkt an der Ruta 5 – der Panamericana, ich fuhr auf sie, auf die Autobahn bis zum Platz. Wir sind da ja früher schon öfters vorbeigefahren. Da die Strecke recht kurz war besuchte ich noch das Zentrum, waren dann doch noch 15 Kilometer hin und zurück.

 

 

Tour 2 – 2. Tag – Puerto Octay

29.01.2018
Nach Ensenada wurde es etwas bergig, steil abfallende Küste zum Lago. Die Nähe zum Wasser spürte ich aber auch durch die Anwesenheit der „tabanos“, die unangenehmen Pferdebremsen, die mich ständig zu stechen versuchten. Später entfernte ich mich etwas vom Lago. In Puerto Octay angekommen dachte ich sofort wieder an den Rückweg, denn der wir sehr steil werden, der Weg verlief ja abwärts zum See. Dort verbrachte ich die Nacht auf einem Zeltplatz – etwas teurer als andere, teilte aber den Platz mit einer schweizerischen Studentin, die ein Jahr Soziologie in Santiago studiert. Wir sprachen nur auf spanisch.

Dieser Vertreter störte mich morgens. Ständig fielen kleine Äpfel auf mein Zelt. Schließlich raus aus dem Zelt und mal sehen was sich draußen ereignet. Einige dieser Vögel verbrachten im Apfelbaum, pickten wohl nach den Kernen der Äpfel, der Rest flog auf den Boden, auf mein Zelt.

 

Tour 2 – 1. Tag Ensenada

28.01.2018 – Ensenada

Nach dem Abschied, der mir nicht leicht gefallen ist, such ich den Weg zunächst nach Alerse. Auf dem Weg kam mir zunächst eine Demonstration vorbei, es ging um die Freiheit einer Person. Mehr konnte ich auf die Schnelle nicht erfahren. Etwas später, die Straße war durch die Polizei gesperrt, gab es ein Farben-Fest. Schließlich am Lago merkte ich au meine Beine, ich merkte, dass ich über fünf Wochen nicht Fahrrad fuhr oder trainierte, abgesehen von den Fußmärschen in und durch die Stadt. Der Zeltplatz war einfach gehalten, es gab warme Duschen und die Nacht für mich wurde verkürzt durch lautes Gelächter, bis ich gegen 1 Uhr wohl einschlief.

 

Abschied Puerto Montt

Am 27.01. gab ich meinen Leihwagen zurück und nun wurde wieder gepackt. Letzte Spaziergänge durch die Stadt.
Schon ein komisches Gefühl jemanden zu verlassen wenn man nicht weiß, wann man sich wiedersehen wird.
17 Tage hatte ich nun in Puerto Montt und Umgebung verbracht.
Meinen lieben Ex-Nachbarn Teresa und Waldemar und natürlich auch Carlos vielen Dank für die freundliche Aufnahme.
Wir werden uns wiedersehen!

Nun beginnt die Tour 2 – wieder mit Fahrrad – zunächst nach Ensenada am Lago Llanquihe, wo wir ja  schon zusammen zwei Tage verbrachten.

Puerto Montt 8

24.01.2018
Kayakfahrt im Fjord Reloncavi

Heute hieß es mal früh aufstehen und um 8:40 Uhr in Puerta Varas sein. Dort, bei Jass (https://www.jasspuertovaras.com/), der Freundin von Carlos, wurden die Kayaks verladen, Schwimmwesten, wasserdichte Säcke, entsprechende Kleidung und zusammen mit 7 Personen fuhren wir nach Ensenada und Ralun an den Fjord Reloncavi.
In zwei Etappen in vier Booten ruderten wir durch einen Teil des Fjords, gegen 14 Uhr gab es eine Verpflegungspause.  Eine Anwohnerin bereitete für uns ein Essen, Kaffee, Süßes und wir konnten im Anschluss das Anwesen besichtigen. Für mich war diese Einbeziehung der Anwohner in den dortigen Tourismus eine win win Situation, denn wir hatten Einblicke in das dort noch einfache Landleben mit Viehzucht (Ochsenkarren). Außerdem beruhigte die Pause zumindest meinen Rücken, denn Kayakfahren ist halt nicht Fahrradfahren.

… und noch ein paar Fotos mehr von Jass:

und INFO- Materialien

 

Puerto Montt 7 – Geschichte

22.01.2018

Ein bisschen Geschichte – warum es dort auch eine Deutsche Schule gibt, einen Deutschen Club, eine Deutsche Feuerwehr

Wikipedia

Deutsche Spuren findet man hier überall, deutsche Namen, viele Firmen, die durch Deutsche gegründet wurden – und – natürlich wird die deutsche Sprache von den deutschstämmigen Chilenen noch gelernt – mehr oder weniger – die deutschen  Schulen sind Privatschulen und die Kosten sind nicht unerheblich.
Als ich meinen Vertrag im November 1990 erhielt und mich nun ausführlicher mit Puerto Montt – und dem chilenischen Süden – auseinander setzte, las ich in einem Reiseführer „… Puerto Montt wurde 1852 auch durch Deutsche mitbegründet..“
Natürlich hält man hier einige deutsche Traditionen hoch, wie „Bierfest in Llanquihue“, Deutsche Club, Skatverein, Deutsche Feuerwehr, etc.

Und nun einige Bilder dazu:

Calbuco – nächster Vulkan
Denkmal der deutschstämmigen
Der ist verantwortlich für die kläffende Hundebande hier!
Hier wohnten wir einige Nächte Ende Januar 1991

Yachthafen von Puerto Montt

 

Puerto Montt 6

Sonntag, 21.01.2018
Heute besuchten wir Carlos in Puerto Varas, der auch bei uns drei Monate den Winter über weilte (Intercambio), und seine Freundin Jass, die natürlich im hiesigen Sommer stets auf Tour ist und  abends zu uns stieß.
Ganz nach meinem Geschmack gab es selbstgemachte Pizza.

Jazz betreibt ein kleines Unternehmen in der von Touristen gut besuchten Stadt Puerto Varas – Tours – KAYAK & TREKKING – Patagonia / Chile.

Tours – KAYAK & TREKKING – Patagonia / Chile

 

 

Puerto Montt 5

Vulkan Calbuco

19. / 20.01.2018
Am Freitag fuhr ich die Ruta 7 nach Pelluco, einem Ort südlich von Puerto Montt gelegen, wollte mal sehen, was sich dort so verändert hat. Hier lebten einige Kollegen in meiner Zeit.

Heute, Sonntag, fuhren wir nach Llanquihue auf das „Bierfest“ – Bayern war nicht weit weg.
In Absprache traf ich einige Bekannte und ehemalige Schüler.

Puerto Montt 4

17. / 18.01.2018 – Halbzeit
Gestern Abend lud mich Alejandro Ortiz in Puerto Varas  in das Bierlokal „Shoper“ ein. Man sitzt dort sehr schön im Freien mit der Sicht auf den Lago Llanquihue.  Bislang waren solche Sitzgelegenheiten in Freien eher selten, in Patagonien weht eben der Wind zu stark.

Heute, 18.01. besuchte ich die Insel Tenglo, die südlich direkt an die Stadt angrenzt. Hier einige Eindrücke von der Insel auf das Festland.

Norwegen – ein Kreuzfahrtschiff
links Angelmo, das touristische Zentrum der Stadt mit vielen Verkaufsständen und Restaurants
Blick auf Mirasol, dem Stadtteil, in dem ich lebte
Zentrum der Stadt
Hunde, die niemandem gehören, darüber müsste ich mich gesondert einlassen, sie begleiteten mich fast auf allen Wegen und versuchten auch mal auf dem Fahrrad sitzend meine Waden zu erwischen. Hier, in den Häusern und meist hinter den Zäunen, kläfft es ohne Pause. Manche regen sich auf, andere stört das wohl nicht mehr – Hundesteuer – die gibt es hier nicht.

Puerto Montt 3

16.01.2018

Heute besuchte ich Covepa, einen Markt für landwirtschaftliche Produkte. Ein Miteigentümer ist Georg Wammes, ehemaliger Vorstand der Eltern der Schule, Vater eines Schülers, Käufer meines gelben Busses, Skatspieler und Honorarkonsul in Chile für Deutschland.  Er hatte mich kaum erkannt, als ich meinen Namen nannte war die Zeit vor 25 Jahren präsent. So erfuhr ich auch, was aus unserem ehemaligen Fahrzeug geworden ist. Nach vielen guten Diensten und Fahrten gab es in Argentinien einen schweren Unfall mit einem LKW – das war´s dann. Viele Erinnerungen bleiben!

Auch den touristischen Teil Puerto Montt´s besuchte ich noch einmal, wie man unschwer an den Bildern erkennen kann.

Und schließlich Mirasol, unser ehemaliges Wohngebiet und das jetzige Haus unserer Nachbarn.

Isla Tenglo
… war früher mal ein Bahnhof
Angelmo

Mirasol, alle Gebäude hier sind später – nach unserer Zeit – gebaut worden