46. Tag

46. Tag, 02.01.2018

Fahrt Torres Del Paine

Eine schöne Fahrt in den Nationalpark, zunächst schien das Wetter wenig erfreulich, doch das änderte sich, wie ihr auf den Fotos sehen könnt.
Viele Lagunen, Bergspitzen – die drei Torres, so gut hatte ich sie vor 25 Jahren nicht  sehen können.
Natürlich sind Teile des Weges beschwerlich und rüttelten das Auto durch.
Beim Öffnen meiner Fahrertüre knackte es erbärmlich – Reparatur, eine Schraube war locker.
Im Internet gibt e gute Karten des Naturschutzgebietes.
Wegstrecke: Ruta 9 // Y 200 //   Y180

Ich habe sehr viel fotografiert, hier ein kleiner Teil der Bilder:

Nach 2800 Kilometern mit dem Fahrrad bin ich nun schon wieder fast 2000 Kilometer mit dem Auto gefahren. Ich muss zugeben, mit dem Auto geht es schneller,  ich nehme wieder an Gewicht zu, schwitze weniger, friere weniger, die Nase lauft nicht ständig – aber  – es gibt für mich weniger spannende Geschichten rund um die Tour.
So werde ich sicher bis Puerto Montt motorisiert fahren, schon jetzt freue ich mich ab dort wieder auf meiner „Mühle“ zu sitzen und zu strampeln.
Vor allem schmerzt es, wenn ich Radfahrer mit Gepäck sehe, wobei ich natürlich nicht wissen  kann woher Aber ich bin nicht allen, ich hörte von drei  Italienern, die es schafften alle drei Räder in einem Bus unterzubringen und weiter gen Süden zu fahren.

 

45. Tag

Gutes Neues!

45. Tag, 01.01.2018
Puerto Natales
Fahrt nach Puerto Natales, für 2 Nächte Hosteria gebucht. Bei der Ankunft nicht gerade schönes Wetter. Auf einem Steg zum Wasser fragte ich zwei Deutsche nach Fährschiffen. Auch sie konnten nichts finden, an diesem Tage war eben Feiertag. Ich verbrachte mit ihnen einen netten Nachmittag in einem Restaurant. Das Wetter war warm und wenig Wind. Zuvor soll es hier ziemlich gestürmt haben.

Punta Arenas
Auf der Fahrt
Flechten – Feuchtigkeit – ebenso gesehen auf dem Weg vor Ushuaia
Puerto Natales

Vater und Sohn aus München – Liebe Grüße!

44. Tag

44. Tag, 31.12.2017
Fahrt Fuerte Bulnes entlang der Magellanstraße

Besuch einer Wehranlage aus alter Zeit, die natürlich im Laufe des letzten Jahrhunderts renoviert wurde. Vor fast 26 Jahren hat man das Fort ohne Eintritt besuchen können, heute ist das recht teuer – 19 Euro. Dann hatte ich noch einen Herren falsch verstanden und lief 2 Kilometer zum Fort, dort sah ich dann die Autos stehen, zurück nahm mich eine chilenische Familie mit.

Araukarie
Schmarotzer, gibt es übrall
Eingang Fuerte Bulnes

Lupinen – jede Menge entlang des Weges
Von einem Mirador geshen – Blick auf Punta Arenas, habe lange auf Sonne gewartet, als ich schließlich von dann zog, zog sie auf!
Punta Arenas

43.Tag

43. Tag – in Punta Arenas
Mitten in der Stadt wohnend erledigte ich einiges. Haare mussten auch mal wieder geschnitten werden. Einen Adapter für Chile, den hatte für das Notebook nicht dabei und chilenische  Pesos sollte ich nun auch haben.

Abend Essen in der Nähe des Meeres – dort gibt es einige gute Restaurants. Ich war in einem mit interessanter Innenausstattung, Grüße von allen Leuten. die wohl das Lokal besuchten, Geldscheine aller Länder an der Wand … . Werde heute morgen Abend noch Fotos machen, habe mir dort einen Platz reservieren lassen.

Wer diesen Zeh küsst kommt wieder. Habe ich vor 26 Jahren gemacht.

Palast Sarah Brown

Al s ich zurückkam vom Restaurant dann fast vor dem Hotel traf sich die Auto-Tuner aus der Gegend mit lautester Musik bis 23:30 Uhr.

42. Tag

42. Tag 29.12.2017

Punta Arenas

Fahr von Ushuaia nach Punta Arenas, sehr windig  und regnerisch, traf unterwegs auf einige Radfahrer, nach der Überquerung der Magellanstraße  ein stürmischer Seitenwind, aber ein schönes Gefühl nun endlich nach 26 Jahren wieder in Chile zu sein – chilenische Folklore als musikalische Begleitung.

argentinisches Paar aus Buenos
Fenster auf, Fotoband um das Handgelenk gewickelt und abgedrückt – während der Fahrt

41. Tag

Es war ausgemacht, dass Iwan mit mir heute den Tag verbringt, er wolle sich als Fremdenführer einbringen und mich freute es.
Da er zunächst nicht zur ausgemachten Zeit anradelte, stieg ich in den Zug ein und fuhr die 7 Kilometer in den Nationalpark. Zwei Stunden dauerte die Fahrt. Die Zugstrecke wurde von Gefängnisinsassen gebaut, einem ehemaligen Gefängnis in dieser Gegend – später als touristische Attraktion wieder erstellt.
Kurz vor der Abfahrt erschien Iwan, er machte nun eine Tour mit seinem Bike und wir trafen uns später wieder und besuchten gemeinsam einen in der Nähe liegenden Gletscher.
Abend schlief ich auf einem weiteren Zeltplatz, der hatte Wasser und Toilette.
Dusche gab es keine,, der nette Herr des Platzes bot mir seine private Dusche an, was ich aber nicht annahm.

Gefangene verrichten die Gleisarbeiten.

Skilift
Blick aus dem Zugfenster
Blick über die Stadt Ushuaia
Blick auf Ushuaia – Flughafen
Muchas gracias Iwan für die Führungen!

40 Tag

40. Tag 27.12.2017
Ushuaia
gegen 9 Uhr losgefahren, gleich vor der ersten Polizeikontrolle stand ein jungen Paar mit Rucksäcken, leider konnte ich zwei nicht mitnehmen.
An diesem Tage war es recht windstill, ich dachte mir schon, ich hätte auch mit dem Rad diese Strecke bewältigen können, nun saß aber im Auto. Die Strecke wunderschön, Schiff auf Terra Del Fuego, Richtung San Sebastian Steinstraße. Zweifache Kontrolle, zweifacher Grenzübergang im Laufe des Tages -Argentinien – Chile und wieder Argentinien, das bedeutete, aussteigen, sich anmelden, verschiedene Schalter durchlaufen. Letztlich aber erträglich.
Bei Rio Grande nahm ich einen 25 Jährigen mit, Iwan, der aus Ushuaia stammt. Er konnte mir viel über den anstehenden Wechsel der Natur mitteilen. Wir verließen ja die trockene Pampa mit ihrem Grasland, Schafen und Guanakos und zunehmend tauchten zunächst Bäume mit viel Flechtenbewuchs auf – Feuchtigkeit – näher Ushuaia nahm der Flechtenbewuchs ab, die Straße war von Wald umgeben.
Iwan zeigte mir noch die Strandpromenade von Ushuaia mit alten Schiffen und drei Kreuzfahrtschiffen, jede Menge an Touristen.
Erst gegen 24. Uhr kam ich an einen öffentlichen Zeltplatz, man konnte dort sein Zelt aufstellen, sonst gab es weder Toilette noch Wasser.
Dieser Platz liegt an einem Ausflugsziel, „Tren Fin del Mundo“  oder der südlichste Zug der Welt. Er fuhr 7 Kilometer in den Nationalpark Terra del Fuego, am „Bahnhof“ gab es auch morgens Kaffee und eine Toilette.

39. Tag

39. Tag, 26.12.2017
Am 2. Weihnachtsfeiertag, hier wird gearbeitet, hat sich nun doch eine Änderung und Lösung meines Weiterkommens ergeben.  Ich leihe mir einen Golf und packe das Fahrrad ins Auto. Das Auto kann ich an meinem Zielort Puerto Montt wieder abgegeben, in vier Wochen.
So werde ich meine Reiseroute wie geplant einhalten können, der Wind soll kräftig den Golf schütteln, aber mich nicht fast vom Fahrrad herunterblasen.
An bestimmten Orten werde ich Touren mit dem Fahrrad unternehmen, so habe ich es mal angedacht.
Diese Entscheidung ist einerseits bedauerlich, aber ich muss mich den Umständen anpassen, seit Tagen nun plagte mich dieser kräftige Wind und die fehlenden Versorgungsstationen, mit dem Auto sieht das alles ganz anders aus. Trotzdem sollte man den Tank immer voll halten! (alte Regel, die wir in Somalia stets befolgten)

Habe mit dieser Entscheidung und der gegebenen Möglichkeit der Ausleihe mir wieder etwas Unabhängigkeit zugestanden und es beruhigt mich ungemein.
Fahre gegen den Wind, die Beine werden schwer, du fährst zeitweise unter 10 km/h und sollst damit eine Strecke von 230 Kilometern bewältigen. Man darf rechnen.

In der Sonne liegen und dösen – windgeschützt! Das mach ich heute auch. Aber wo?

38. Tag

25.12.2017
Wie ein Tag eine Fahrradreise zu einem Ruhetag wird.

Die Nacht war kurz, ich wollte ja nicht den gestrigen Fahrer verpassen. So  kroch ich vor 6 Uhr aus dem Schafsack und unter dem LKW-Anhänger hervor. Eine Toilette gab es, die LKW´s standen auch bei einer Tankstelle. Au die Strecke gefahren und gewartet, doch kein LKW in Sicht. Kalter Wind und gefroren, schließlich wärmte die aufgehende Sonne etwas.
Was tun. Musste wieder planen.  Die Tankstellen abgefahren, ob ich irgend wo einen Kaffee bekomme, noch alles geschlossen. Ein Hotel gefunden und endlich gefrühstückt und mich aufgewärmt.
Idee, ich versuche mir einen Leihwagen zu besorgen und damit nach Ushuaia zu fahren, ein Taxi, ich hatte nachgefragt, wäre sehr teuer, Bus, wenn sie mein Fahrrad mit nehmen, wäre billiger.
Natürlich gibt es noch andere Alternativen: Hinfahren, Strecke nach Punta Arenas nehmen, …?
Nun sitze ich wieder im Hotel und werde wohl morgen hier bleiben müssen, alle Geschäfte sind am heutigen Weihnachtstag
– natürlich – geschlossen.

Wartezeit
Blick auf Rio Gallegos

 

 

37. Tag

Fahrrad wird verladen und festgebunden

37. Tag, 24.12.2017
Rio Gallegos
Mal sehen, ob es ein weihnachtlicher Tag werden wird.
Zunächst wieder das Fahrrad gepackt, die Taschen durch das Fenster des Hotels heruntergelassen, sonst hätte ich – Türe war verschlossen – durch die Gaststätte der Tankstelle gehen müssen.
Abfahrt Richtung Süden, zunächst noch angenehm. Auch eine folgende Steigung ließ sich leicht bewältigen.
Ich hatte ja im Hinterkopf, dass der Fahrtag nicht also lang werden würde, es solle ja nach 46 Kilometern eine Servicestation geben und erst später die längere Strecke ohne. Nun radelte ich, doch nach 46 Kilometern war nicht, auch nach weitern 4 Kilometern, dafür aber ein enormer Gegenwind direkt von vorne. Wenig Verkehr. Was soll ich tun. Ich rang mit mir und der Entscheidung den Rückweg einzuschlagen, da ich ja schon 5 Stunden gefahren war, müsste der Rückweg wesentlich schneller zu meistern sein. Rückweg eingeschlagen und mit brausendem Tempo wieder an meine zuvor gewesenen Haltepunkten vorbei, so der Eingang zum Nationalpark „Monte Leon“.
Auf dem Hinweg befand sich ein riesiges Schiff an der Ruta 3 – brachte mich ja zuvor ins Staunen, in der Pampa ein Schiff – es war auf Rädern dorthin gebracht worden zu der Abzweigung nach Puerto Santa Cruz, der Regionalhauptstadt. Dort sah ich bei meiner Rückfahrt eine Polizistin, sie konnte ich fragen, ob es Sinn machte bis Santa Cruz zu fahren. Sie begleitete mich in ein kleines Häuschen, dort gab es etwas zu trinken und Essen. Schon beim Essen saß ein kräftig gebauter Herr und es stellte sich heraus, er war der Fahrer des LKW´s, vor dem Häuschen.
Schnell war ausgemacht, dass ich mit ihm Rio Gallegos erreichen werde.
Noch ein paar Fotos gemacht und Informationen ausgetauscht, Fahrrad verstaut und schon ging´s los! Nun sah ich, keinerlei Versorgungsmöglichkeiten auf über 200 Kilometern!
Wir haben auf der Fahrt viel geplaudert und Musik gehört. Den Fahrern ist es eigentlich nicht erlaubt jemanden mitzunehmen. So musste er mich bei Ankunft etwas früher absetzen – bei einer Tankstelle in Rios Gallegos. Wir hatten ausgemacht, dass er mich am nächsten Tag auf der Strecke auflesen würde – bis – bis nach Ushuaia!
An der Tankstelle war der Abend noch nicht zu Ende! Ich suchte zunächst hinter dem Gebäude einen geeigneten Platz, um mein Zelt aufzuschlagen. Natürlich fragte ich zuvor an einem Nebengebäude an, auch ob es da etwas zu Essen und zu Trinken gäbe, die Tankstelle selbst hat ihren Service heute eingestellt.
Kurz und gut, ein ganze Mannschaft feiernder Fahrer luden mich ein zu jede Menge Grillfleisch, Rotwein und ein Bier nach dem anderen wurde mir auch noch gereicht. Ich staunte nicht schlecht über die fröhliche Gesellschaft. Es wurde spät, es regnete, mein Fahrrad stand von außen an das Fenster gelehnt, so hatte ich bei diesem nassen Wetter keine Lust mehr auf den Aufbau des Zeltes im nassen Gras. Ich fragte mal an, ob ich nicht unter einem LKW nächtigen könnte. „Kein Problem“, nach 24. Uhr begleitete mich ein jüngerer Fahrer zu einem freistehenden Hänger. Im Schlafsack hatte ich es warm.

Vielen Dank für die Ratschläge und Vermittlungen
Die Wirtin – spricht einige Worte auf deutsch
auf der Hinfahrt


Eine wirklich gastfreundliche Gemeinschaft der „camionistas“ – Muchas gracias para todos!
Zwei Firmen waren an diesem Abend anwesend und feierten Weihnachten