Tour 2 – Tag 16

12.02.2018 – San Francisco de Mostazal

Dort eine zunächst  ergebnislose Suche nach einer Unterkunft, wir waren schon einige Kilometer über den Ort hinausgefahren, kehrten wir zurück. Vor den „Bomberos“ (Feuerwehr) hielt James inne und klingelte am Portal der Feuerwehr, verschwand hinter der roten Türe. Nach wenigen Minuten ein Zeichen die Räder hereinzuschieben. Was war geschehen? James zweiter Beruf war die Feuerwehr in Australien. Wer ein aktives Mitglied der Bomberos der Welt ist darf wohl in anderen Ländern Unterkünfte nutzen. Ich war als Gast auch gern gesehen, drei Kontinente trafen sich bei den Feuerkämpfern.
Nach unserem ausgiebigen Abendessen um die Ecke gab es ein Treffen der Mannschaft anlässlich eines Strebefalles einer Familienangehörigen. Zwei Mannschaftswagen rückten aus. Auf dem Betonboden der Halle übte noch bei lauter Musik eine Zumbatruppe.  Wir zogen uns zurück in das Mannschaftsquartier.

 

Tour 2 – Tag 15

11.02.2018 – San Fernando
Nach dem wunderbaren Hotel (und trotzdem billig) zurück auf die Ruta 5, die „panamericana“. Gegen Mittag legte ich eine Pause ein an einem Stand, als plötzlich ein Hola ertönte.  Da war er wieder der James aus Australien, nun das dritte Mal.
Die Landschaft hatte sich verändert: Obstbäume, gepflegte Gärten und vor allem Wein in Sichtweite der Straße.
So fuhren wir gemeinsam – so schnell ich eben konnte – nach San Fernando. Wir übernachteten in einem Hostal.

Mautstation, Fahrräder zahlen nichts

Tour 2 – Tag 14

Die Pension in San Carlos

10.02.2018 – kurz vor Talca
Morgens suchte ich erst mal meine Fahrradhose, mein Fahrrad war durch andere sicherer verwahrt worden, nur das fand ich schnell.
Der Vermieter suchte schon mit. Sie fand sich sorgsam im Gepäck verstaut. Zurück zur Strecke und ich kam gut voran. Gegen Mittag passierte ich mehrere Übernachtungsmöglichkeiten, es war ja noch zu früh. Abends dann fand ich keine. Wie in Argentinien gewohnt fragte ich bei Restaurants nach, doch die Besitzer schüttelten nur den Kopf. Wo bin ich hingelangt. Eine Weingegend mit noblen Restaurants. Nein, hier  in Chile geht diese meine Tour mit Übernachtungen neben Gaststätten nicht mehr. Geht auch nicht in Affental!
Schließlich fand ich auf der Gegenrichtung ein „Turismo“-Hotel (Hosteria), nicht zu teuer und für mich nobel. Fahrrad passt auch noch in mein Zimmer, einen Schlüssel habe ich nicht – gehört irgendwie nicht zum Vertrag, das habe ich zumindest verstanden.

„Turismo“ Hotel
„Turismo“-Hotel

 

Tour 2 – Tag 13

09.02.2018 – San Carlos
Nach gutem Frühstück auf der Tankstelle setzte ich meinen Weg fort auf der Ruta 5.  Bei San Carlos fuhr ich in die Innenstadt und fand nach Anfragen auch bald eine Pension, besuchte die Innenstadt mit ihrem riesigen Plaza, an dem an einem Freitag Abend einiges geboten war. Der Hunger trieb mich in ein Restaurant und schon zum x-ten Mal bekam Fleisch, Tomaten, Käse in Dönerform – haben die nichts anderes – es stand einiges mehr auf der außen angebrachten Speisekarte. Nun gut, ich wurde satt. Natürlich eine Bier, ich bekam eine 1,2 Liter Flasche.
Nun sind es noch ca. 370 Kilometer bis Santiago.

Nun mal wieder ein verlassenes Gleis, nein einen Tag später hörte ich tatsächlich einen Zug. Der ganze Transport wird über LKW´s und Busse abgewickelt. Züge verkehren sehr selten.
Nur gut, dass dieser Kistentransporten schon an mir vorbei war.
… sehr ruhig und billig!

Tour 2 Tag 12

08.02.2018 – von Mulchen bis nach Salto de Laja
Immer der Ruta 5 entlang, später am Tage auf der Suche nach eine Übernachtungsmöglichkeit landete ich schließlich an einer Shell-Tankstelle. Hinter dieser werde ich mein Zelt aufbauen.

Tour 2 – Tag 11

07.02.2018 – Mulchen
Heute trennten sich wieder unsere Wege, James wollte ja in eine andere Richtung fahren, ich musste ja erst irgendwie zu einer Werkstatt kommen. So fragte ich beim Frühstück den Besitzer, ob er für mich einen Transport organisieren könne, er machte dies selbst, bzw. seine Frau fuhr mich die 30 Kilometer bis Angol.
Tollte Leute, sehr hilfsbereit.
Dort wartete ich zunächst vor einer „bicicletteria“ – vergeblich, der gegenüber praktizierende Tierarzt wusste, dass dieser an diesem Tage nicht arbeitet. Doch 2 Blocks weiter gab es ein weiteres Geschäft.
Sie konnte die Reparatur so durchführen, dass ich mit den ersten neun Gängen nun fahren kann. (Nicht schneller als 20 km/h auf ebener Strecke) Immerhin, vielen Dank diesen Leuten, die zunächst erst es gar nicht versuchen wollten.

 

Tour 2 – Tag 10

06.02.2018-Los Sauces
Zunächst begann alles wie sonst, ich fuhr los (wir) und merkte nach einiger Zeit, dass das Wechseln der Gänge schwerer wurde. Ich schob das zunächst auf meine feuchten Hände, es war heiß. Irgendwann sah ich Drähte aus dem Schaltgriff ragen. Wir öffneten die Abdeckung, Kabel waren angerissen. Auch die Kappe an der Getriebeschaltung nahmen wir ab, auch hier zerfranste Kabel. Ein modernes und teures Rad, nach ca. 7000 gefahrenen Kilometern 2016 + 18. Noch nie benötigte ich die Hilfe von Mechanikern auf meinen Touren. Nun war ich mit meinem Latein am Ende! In Los Sauces suchten wir eine Kfz-Werkstatt auf, sie konnte den Schaden auch nicht richten, immerhin hatte James ein  Ersatzkabel dabei. Wir übernachteten in eine Hosteria, wunderbar, gutes Essen und nun erst recht ein paar Bier mehr.
Mit dem Rad konnte ich nun nur noch mit dem 1 Gang (von 18) fahren, also unmöglich weiterzufahren.
Werkstattbesuch – für Fahrräder – war unbedingt notwendig!

Tour 2 – Tag 9

05.02.2018 – Galvarino

Morgens sind wir erst spät aus dem Hotel gekommen und zuerst zu einem Fahrradgeschäft gefahren. Schläuche und Reparatursets kaufte ich, nach den Problemen vom Vortage.
Der Weg zum Teil sehr steil ansteigend sind wir die S 10 bis Galvarino gefahren. Unser Zeltplatz, das Ufer eines Flusses.
James, mein Begleiter, stammt ursprünglich aus Argentinien, wohnt aber seit vielen Jahren in Australien und besucht seine Bekannten und Freunde. Nachts bekamen wir noch Besuch von drei wilden Fahrradfahrern – „downhill“ Begeisterte, nette Kerle, die zunächst über meine Zeltschnur kurvten.

 

Tour 2 – Tag 8

04.02.2018 – Temuca
Tag der Reparaturen.
So schön wie der Tag in dem Hostel begann verlief er im weiteren Verlauf nicht. Nach kaum zwei Stunden die erste Panne mit mehreren Versuchen einen Schlauch abzudichten, doch den Kleber, den ich gekauft hatte war wohl nicht der richtige. So hielt die Luft nicht und nach weiterer Strecke Wechsel des Schlauches – der hatte aber ein Autoventil, im Durchmesser dicker als die vorgesehene Öffnung meiner Felge, als Loch vergrößern mit einem Schraubenzieher.
Morgen Ersatzteile in Temuco kaufen.
Dort sind wir – den schon einmal gesehenen Radfahrer – und ich auch tatsächlich dann angekommen.
Bilder gab´s keine – keine Zeit.

Tour 2 – Tag 7

03.02.18 – an der Ruta 5

Nach der schlaflosen Nacht fuhr ich zurück nach José  de Manquine, auf die Ruta 5 in Richtung Temuco. Schöne Strecke, machte Halt auf einem Platz namens „Hosteria Anika“, konnte dort mein Zelt aufbauen, Essen gab es auch und preiswert. Ein Paradies nach dem gestrigen Abend.